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Jens Reulecke 2: [klang/schau/platz]




Montag
21.02.05
09:00 Uhr bis
22.03.05
PERFORMANCE ALS AUFENTHALTSORT
21. Februar bis 22. März 2005




Etwas sichtbar werden zu lassen, Begrenzungen aufzulösen, Rhythmen zu entfalten, Transparenzen zu schaffen und so Dahinterliegendem Raum zu geben sind Abläufe, die auf Jens Reulecke einen Magnetismus ausüben, ihn anziehen und Unmittelbarkeiten einleiten. Aus Zeichnungen, Bildern, Fotografien, Skulpturen, Objekten und verschiedenen Materialien setzen sich Jens Reuleckes Installationen zusammen und provozieren eigenartige Gefühle im Betrachter, da all diese sichtbaren Dinge einem zwar vor Augen stehen und ihn umgeben, gleichzeitig jedoch auf etwas Anderes verweisen. Man spürt diese andere Realität, diese eigentümliche Anwesenheit. Und weil man als Betrachter durch den Charakter der Installation in ein räumliches Beziehungsgeflecht hineingenommen wird, sich die Grenzen zwischen Werk und Betrachterumfeld auflösen, wird man selbst zum Bestandteil der Installation und hineingenommen in das räumliche Kraftfeld. Je nachdem, wo sich der Betrachter im Raum der Installation befindet, läßt sich dieses Kraftfeld unter-schiedlich aktivieren. Diese Freiheit führt zu vielfältigen inhaltlichen und emotionalen Wahrnehmungen, die sich überlagern und eine Gleichzeitigkeit erzeugen. Es läßt sich hier von einer Präsenz sprechen, die von der Präsentation der Installation ausgeht, als ein zerbrechliches Moment, das eine ganze Welt zu enthalten scheint. Von dieser zerbrechlichen Präsenz ist Jens Reulecke immer schon fasziniert.
[klang/schau/platz] ist Reuleckes erstes Projekt, das auf das Ereignis der Präsenz hin konzipiert ist, ohne dabei jedoch auf das Werk der Installation zu verzichten. Die Performance übernimmt hier die Hauptrolle und entläßt das Projekt in einen Raum, der schutzlos, entblößt, angreifbar, sichtbar, unvorhersehbar, spontan, risikoreich, unsicher und experimentell seinen Weg sucht. Diese Erkundungen finden nicht im unsichtbaren Raum der Abgeschiedenheit statt, sondern legen 24 Stunden pro Tag privates und künstlerisches Leben für alle sichtbar offen. Man kann "Schauen", was an diesem "Platz" geschieht, aber auch in einen Dialog mit der Arbeit treten, so daß eigene Präsenzen den "Klang" von [klang/schau/platz] färben.
Weil Jens Reulecke diesen interaktiven Prozess, diese Kommunikation mit anderen Menschen sucht, macht er seine Arbeit öffentlich, wählt den Raum des Gemeinplatzes und geht den Weg über äußere Erscheinungen, um inneren Wirklichkeiten Platz zu machen.






[klang/schau/platz] ist die zweite große Arbeit von Jens Reulecke im KÜNSTLERHAUS BERLIN. Vom 16. September bis 31. Oktober 2001 hat er dort seine Installation "emptying" vorgestellt.
Diesmal lebt und arbeitet Jens Reulecke durchgängig im Werkstattraum des KÜNSTLERHAUS BERLIN. Die großflächige Schaufensterfront erlaubt dem Zuschauer, den Entwicklungsprozess von [klang/schau/platz] zu jeder Zeit mitzuverfolgen.
Performances und Aktionen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler/Innen begleiten das Projekt:

Freitag, 18. Februar 2005, 19:30 Uhr: AUFTAKT
Montag, 21. Februar 2005, 20 Uhr: THEATERMONTAGE Twice - to - 1
Mittwoch, 23. Februar 2005, 20 Uhr: RITUAL Ich, Du
Donnerstag, 24. Februar 2005, 20 Uhr: KÜNSTLERGESPRÄCH Jens Reulecke 1: [spacious]
Montag, 28. Februar 2005, 19:30 Uhr: THEATERMONTAGE Und wieder singt die Nachtigall
Montag, 7. März 2005, 20 Uhr: THEATERMONTAGE Twice - to - 2
Mittwoch, 9. März 2005, 20 Uhr: TANZPERFORMANCE "ZA"
Freitag, 11. März 2005, 20 Uhr: KÜNSTLERGESPRÄCH Im Kunst Raum Berlin
Mittwoch, 16. März 2005, 20 Uhr: INSTALLATION DES HÖRENS Stimmen des Hl. Patrick
Montag, 21. März 2005, 20 Uhr: MONTAGE Review / Crossing

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